Ästhetik ist meist nebensächlich (Juni 2018)

Dr. Edvin Turkof, Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, der gemeinsam mit Elis Sonnleitner und Aglaja Stirn das Buch „Schamlippenkorrektur“ (Maudrich Verlag) geschrieben hat, präzisiert in seinem Buch:

„Schleimhaut“ die ständig äußeren Reizen ausgesetzt ist, kann austrocknen. Meine Patientinnen berichten sehr häufig, wie unangenehm übergroße Labien sind, dass ihre Kleidung nass wird, dass sie an der Seite herausrutschen“

Erklärtes Ziel der Betroffenen sei es, dass nach dem Eingriff die inneren Schamlippen in entblößtem Zustand und aufrechter Position nicht sichtbar sind, sagt Edvin Turkof in seinem Buch.

Artikel aus der Ärzte Woche Nr. 22 vom 1. Juni 2018 von Sonja Streit

Artikel aus der Ärzte Woche Nr. 22 vom 1. Juni 2018 von Sonja Streit-S.1

Artikel aus der Ärzte Woche Nr. 22 vom 1. Juni 2018 von Sonja Streit - S.2

Gesundheit (April 2018)

Tabuthema Labioplastik

Obwohl die Korrektur der Schamlippen mittlerweile zu einem sehr häufigen Eingriff zählt, ist sie nach wie vor ein Tabuthema.

Dr. Edvin Turkof ist einer der Experten für diesen Eingriff.

 

 

 

Kurier (März 2018)

Brustrekonstruktion: Verbesserte Technik

Facharzt für Plastische und Rekonstruktive Medizin, Uni-Klink für Frauenheilkunde, AKH/MedUni Wien

Wie häufig sind Brustreronstruktionen?

In Österreich erkrankt etwa jede neunte Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Bei etwa 20
Prozent muss die Brust vollständig entfernt werden, bei 80 Prozent kann sie großteils oder teilweise
erhalten werden. Dank der modernen Vorsorgemedizin (Mammografie, Ultraschall,MR) hat das zu
entfernende Krebsgewebe heute meist einen Durchmesser
von weniger als fünf Zentimetern deshalb kann ein großer Teil der Brust erhalten werden. Die Plastische Chirurgie kann fast immer eine vollständig
oder teilweise entfernte Brust wiederherstellen. Allerdings nimmt das nur etwa jede zehnte betroffene
Frau in Anspruch.

Woran liegt das?

In erster Linie an einer unzureichenden Aufklärung der Ärzte, in zweiter Linie an der Scheu der
Patientinnen vor einer weiteren, körperlich und emotional belastenden Operation.
Viele Patientinnen wissen nichts über die Methoden und auch nicht,
dass die Kassen die Kosten übernehmen. Dabei ist eine schön rekonstruierte
Brust immer mit einer Steigerung des Selbstwertgefühls verbunden.

Welche Methoden werden heute angewandt?

Nach einer vollständigen Brustentfernung erfolgt der Aufuau zumeist mit Silikon Implantaten,
das geht relativ einfach, das Ergebnis wirkt aber eher unnatürlich. Bessere
Ergebnisse erzielt man mit Eigengewebe. Dabei setzen wir verschiedene Lappenplastiken
ein: Gewebe von einer anderen Körperregion
– etwa Rücken, Oberschenkel oder Bauch
wird für den Wiederaufbau verwendet. Eine Methode der Zukunft ist die Gelprothese.
Dabei wird Blutplasma durch ein Medikament zur Gerinnung gebracht und es entsteht ein
gallertartiges Gel.

Was ist bei einer Teilentfernung?

Hier rekonstruieren wir die Brust vorwiegend mittels Eigenfetttransplantation.
Meist werden mehrere Sitzungen benötigt, weil das transplantierte Fett nicht vollständig einheilt.
Die Einheilung erfolgt durch das Einwachsen kleiner Blutgefäße (Kapillaren), die die Fettzellen
mit Blut versorgen. Die Einheilrate kann durch die Zuführung von Blutplättchen (Thrombozyten)
deutlich erhöht werden. Bisher wurde dafür Blut entnommen und daraus die Blutplättchen isoliert,
der Rest des Blutes wurde verworfen. Daher konnte diese Methode nur bei sehr kleinen Eigenfetttransplantationen
eingesetzt werden, weil der Bluverlust für die Anreicherung größerer Fettmengen zu groß gewesen wäre.
Bei der neuen, von uns am AKH entwickelten Methode, gibt es nun keinen Bluverlust mehr: Nur
Thrombozyten werden aus dem Blut isoliert, die anderen Blutbestandteile gelangen
wieder zurück in den Blutkeislauf, die Patientin verliert kein Eigenblut.
Buchtipp: Edvin Turkof: Brustrekonstruktion, Verlagshaus der Arzte, 39,90

 

 

 

 

Ärzte Woche (Nov. 2017)

Ärzte Woche Nr. 47 vom 23. November 2017 / Seite 5 / von Sonja Streit

Beruf und Recht. Wer was machen darf ist im Ästhetik OP-Gesetz von 2013 geregelt, die plastischen Chirurgen sind nur teilweise zufrieden. Während der Jugendschutz auf Zustimmung stößt, sind die halbstündigen Informationsgespräche für die Ärzte eine nur schwer erträgliche Mehrbelastung.

Vor gut fünf Jahren sollte sich für den Fachbereich Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie einiges ändern: „Mit 1. 1. 2013 trat in Österreich das  Ästhetik OP-Gesetz in Kraft. Damit wurden Regelungen über die Durchführung von ästhetischen Behandlungen und Operationen geschaffen. Im Zuge dessen wurde mit einer Verordnung der Österreichischen Ärztekammer festgelegt, welche Ärzte welche ästhetischen Operationen durchführen dürfen – das heißt, welche Fachärzte die Berechtigung zur Durchführung von bestimmten ästhetischen Operationen haben“, sagt die ÖAK. Neben besonderen  Jugendschutzbestimmungen sollte das Gesetz auch regeln, dass Ärzte anderer Fachrichtungen nur ihrer Qualifikation und Expertise entsprechende Eingriffe durchführen dürfen.  „Wir waren alle sehr erfreut, als das Gesetz herauskam“, meint der Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie und Autor der 14 Bände umfassenden Enzyklopaedia Aesthetica, Dr. Edvin Turkof. „Leider bedeutet es für uns Fachärzte erhebliche Mehrarbeit und deutlich weniger Flexibilität, da wir die Patienten dreißig Minuten lang umfassend und individuell aufklären müssen und zwischen Aufklärung und Operation mindestens 14 Tage liegen müssen. Im Ansatz war das Gesetz wirklich gut, konnte unseren Erwartungen aber leider nicht gerecht werden. Unser Wunsch war es, Kollegen, die nicht vom Fach sind, bestimmte Eingriffe zu untersagen, wenn sie nicht über das nötige Fachwissen verfügen. Das war aber nicht haltbar und wurde gekippt. Der Jugendschutz, den das Gesetz auch regelt, ist allerdings absolut begrüßenswert.“ Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres erläutert dazu: „Bei Jugendlichen zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr haben wir durchgesetzt, dass die Frist für eine ,Nachdenkpause’ vier Wochen dauern muss. Mit diesem beratungsintensiven Regelwerk konnten wir zu einer positiven Entwicklung im Bereich der ästhetischen Behandlungen und Operationen beitragen.“

„Wir waren alle sehr erfreut, als das Gesetz herauskam.“
Dr. Edvin Turkof, Schönheitschirurg

 

Krone Gesund (Okt. 2017)

Wiederaufbau nach Brustkrebs

Dank verbesserter Krebsvorsorge ist bei zwei Drittel aller Patientinnen in Österreich nur mehr eine Teilentfernung der betroffenen Brust notwendig. Es werden pro Jahr etwa 5500 Neuerkrankungen diagnostiziert. Immer mehr Patientinnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jung und stehen mitten im Leben. Neben den gesundheitlichen nach der Krebsoperation spielen daher auch kosmetische Überlegungen eine immer größere Rolle.

Aber welche Methoden kommen für einen Wiederaufbau in Frage?

Eine neue, am AKH Wien entwickelte Methode reichert das Eigenfett durch Beimengung von Thrombozyten(Blutplättchen)-Konzentrat an. „Diese Technik der Brustrekonstruktion zeigt sich als sehr vorteilhaft, weil sie nachhaltiger ist und gewebeschonend eine höhere Einheilrate des Eigenfettes bewirkt. Damit lassen sich mit weniger Eingriffen optisch sehr ansprechende Ergebnisse erzielen“, erklärt der plastische Chirurg Univ.-Prof. Dr. Edvin Turkof, der diese Technik am AKH-Wien in Zusammenarbeit mit den Transfusionsmedizinern entwickelt hat.

Was ist das Innovative an der neuen Methode?

„Der Unterschied zu der herkömmlichen Vorgangsweise: Bislang wurde der Patientin Blut entnommen, daraus die Blutplättchen isoliert, danach musste der Rest des des auf diese Weise angereicherten Eigenfetts wird um bis zu 30 Prozent verbessert“, beschreibt Prof. Turkof den Vorgang.

In seinem neuen Buch* hat er alle wichtigen Informationen rund um das gesamte Thema zum Wiederaufbau der Brust zusammengestellt.

* E. Turkof: Brustrekonstruktion, Verlagshaus der Ärzte, Oktober 2017, ISBN-Nr.: 978-3-99052-163-2

Hier finden Sie den ganzen Artikel:PDF Krone Gesundheitsmagazin 28.10.2017