Kronen Zeitung (Sept 2018)

Durch den Aufbau der Brust mittels Eigenfett-Transplantation besitzt sie jetzt auch ein besseres Körpergefühl und mehr Lebensqualität.

Die Brust wurde mit einer neuen Methode wieder aufgebaut. Univ.- Prof. Dr. Edvin Turkof, Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie: „Die Technik der Eigenfett-Transplantation ist besonders schonend, und durch die Rückführung des Eigenblutes verliert die Patientin kein Blut. Die optischen Ergebnisse einer Eigenfett-Transplantation sind ästhetisch besonders ansprechend, da sich die Symmetrie der beiden Brüste gut herstellen lässt, und die Brust sich natürlich anfühlt und auch keine Narben zurückbleiben.“

Die Anreicherung von Eigenfett mit Thrombozyten (Blutplättchen) zur Erhöhung der Einheilrate wird schon seit einigen Jahren mit sogenanntem Plättchenreichem Plasma (PRP) durchgeführt. Dabei wird aber Blut verworfen. Jetzt gibt es aber keinen Verlust mehr: Nur die Thrombozyten werden durch ein Gerät isoliert, die anderen Bestandteile gelangen gleich wieder in den Kreislauf der Patientin zurück. Die gewonnenen Thrombozyten werden danach dem Fett bei der Transplantation in konzentrierter Form beigemengt. Die Einheilrate des auf diese Weise angereicherten Eigenfetts wird um bis zu 30 Prozent im Vergleich zur nicht angereicherten Transplantation verbessert.

 

 

EIGENFETT der beste Filler

Professor Turkof im Videointerview zum Thema Eigenfetttransplantation

Ästhetik ist meist nebensächlich (Juni 2018)

Dr. Edvin Turkof, Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, der gemeinsam mit Elis Sonnleitner und Aglaja Stirn das Buch „Schamlippenkorrektur“ (Maudrich Verlag) geschrieben hat, präzisiert in seinem Buch:

„Schleimhaut“ die ständig äußeren Reizen ausgesetzt ist, kann austrocknen. Meine Patientinnen berichten sehr häufig, wie unangenehm übergroße Labien sind, dass ihre Kleidung nass wird, dass sie an der Seite herausrutschen“

Erklärtes Ziel der Betroffenen sei es, dass nach dem Eingriff die inneren Schamlippen in entblößtem Zustand und aufrechter Position nicht sichtbar sind, sagt Edvin Turkof in seinem Buch.

Artikel aus der Ärzte Woche Nr. 22 vom 1. Juni 2018 von Sonja Streit

Artikel aus der Ärzte Woche Nr. 22 vom 1. Juni 2018 von Sonja Streit-S.1

Artikel aus der Ärzte Woche Nr. 22 vom 1. Juni 2018 von Sonja Streit - S.2

Gesundheit (April 2018)

Tabuthema Labioplastik

Obwohl die Korrektur der Schamlippen mittlerweile zu einem sehr häufigen Eingriff zählt, ist sie nach wie vor ein Tabuthema.

Dr. Edvin Turkof ist einer der Experten für diesen Eingriff.

 

 

 

Kurier (März 2018)

Brustrekonstruktion: Verbesserte Technik

Facharzt für Plastische und Rekonstruktive Medizin, Uni-Klink für Frauenheilkunde, AKH/MedUni Wien

Wie häufig sind Brustreronstruktionen?

In Österreich erkrankt etwa jede neunte Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Bei etwa 20
Prozent muss die Brust vollständig entfernt werden, bei 80 Prozent kann sie großteils oder teilweise
erhalten werden. Dank der modernen Vorsorgemedizin (Mammografie, Ultraschall,MR) hat das zu
entfernende Krebsgewebe heute meist einen Durchmesser
von weniger als fünf Zentimetern deshalb kann ein großer Teil der Brust erhalten werden. Die Plastische Chirurgie kann fast immer eine vollständig
oder teilweise entfernte Brust wiederherstellen. Allerdings nimmt das nur etwa jede zehnte betroffene
Frau in Anspruch.

Woran liegt das?

In erster Linie an einer unzureichenden Aufklärung der Ärzte, in zweiter Linie an der Scheu der
Patientinnen vor einer weiteren, körperlich und emotional belastenden Operation.
Viele Patientinnen wissen nichts über die Methoden und auch nicht,
dass die Kassen die Kosten übernehmen. Dabei ist eine schön rekonstruierte
Brust immer mit einer Steigerung des Selbstwertgefühls verbunden.

Welche Methoden werden heute angewandt?

Nach einer vollständigen Brustentfernung erfolgt der Aufuau zumeist mit Silikon Implantaten,
das geht relativ einfach, das Ergebnis wirkt aber eher unnatürlich. Bessere
Ergebnisse erzielt man mit Eigengewebe. Dabei setzen wir verschiedene Lappenplastiken
ein: Gewebe von einer anderen Körperregion
– etwa Rücken, Oberschenkel oder Bauch
wird für den Wiederaufbau verwendet. Eine Methode der Zukunft ist die Gelprothese.
Dabei wird Blutplasma durch ein Medikament zur Gerinnung gebracht und es entsteht ein
gallertartiges Gel.

Was ist bei einer Teilentfernung?

Hier rekonstruieren wir die Brust vorwiegend mittels Eigenfetttransplantation.
Meist werden mehrere Sitzungen benötigt, weil das transplantierte Fett nicht vollständig einheilt.
Die Einheilung erfolgt durch das Einwachsen kleiner Blutgefäße (Kapillaren), die die Fettzellen
mit Blut versorgen. Die Einheilrate kann durch die Zuführung von Blutplättchen (Thrombozyten)
deutlich erhöht werden. Bisher wurde dafür Blut entnommen und daraus die Blutplättchen isoliert,
der Rest des Blutes wurde verworfen. Daher konnte diese Methode nur bei sehr kleinen Eigenfetttransplantationen
eingesetzt werden, weil der Bluverlust für die Anreicherung größerer Fettmengen zu groß gewesen wäre.
Bei der neuen, von uns am AKH entwickelten Methode, gibt es nun keinen Bluverlust mehr: Nur
Thrombozyten werden aus dem Blut isoliert, die anderen Blutbestandteile gelangen
wieder zurück in den Blutkeislauf, die Patientin verliert kein Eigenblut.
Buchtipp: Edvin Turkof: Brustrekonstruktion, Verlagshaus der Arzte, 39,90