Angst vor der Gynäkomastie OP

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    madrid743
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    Als ich das erste mal bei dem Plastischenchirurgen (nich ein null acht fünfzig Plastischerchirurg, sondern ein erfahrener und doch angesehener) meiner Wahl war, hat mich dies bezüglich sehr eingeschüchter bzw. zum Nachdenken angeregt. Dieser meinte eine OP wäre nicht notwendig, da dies normal für Männer wäre. Mich jedoch stört es ungemein und habe diesen Schritt zum Chirurgen nicht von einem Tag auf den anderen gewählt. (Brustwarze ist spitz und der Brustwarzenvorhof sieht wie angeschwollen aus) Weiters erklärt er mir den Ablauf einer OP und deren Risiken. Immer wieder erwähnter er, dass die OP oft nicht zum gewünschten Ergebnis führt und das Risiko einer eingefallenen Brustwarze da sei. Zuerst dachte ich mir, hauptsache die Schwellung sei weg, bzw. meine Brust würde endlich flach werden, jedoch als ich im Internet Fotos von eingefallenen Brustwarzen gesehen habe, hat mich dies sehr abgeschreckt. Mitlerweile ist die OP von der Krankenkasser bewilligt, jedoch bin ich äußerst unschlüssig, da ich Angst habe, das Ergebnis einer eingefallenen Brustwarze, schlimmer wäre als mein Problem vor der OP. Gibt es bei gewissen Gynäkomastie Fällen (leichteren Fällen wie in meinem Fall) eine höher Chance auf eingefallene Brustwarzen nach der OP? Oder hat der Chirurg dies nur gesagt um mich abzubringen bzw mich richtig aufzuklären? ( denn ich habe durch diese pessimistische Aussagen, irgendwie ein wenig das Vertrauen in ihn verloren ) Ist eine eingefallene Brustwarze nur in äußersten (seltenen) Fällen das Ergebnis oder kommt dies auch öfters vor? Ich hoffe, ich überwinde meine Bedenken, da es mich andererseits doch prägt und ich über Jahre schon Schamgefühl empfinde, im Sommer Oberkörperfrei herumzulaufen.

  • #5325
    DerTurkof
    DerTurkof
    Moderator

    Hallo Madrid743

    die eingefallenen Brustwarze ist tatsächlich eine unschöne Folge einer Gynäkomastie-Operation. Allerdings nur dann, wenn der Chirurg sich nur auf das Entfernen des Brustdrüsengewebes beschränkt. Da ja fast immer Brustgewebe und Fett in der Umgebung gemeinsam vorhanden sind, muss ja eine Eindellung verbleiben, es sein denn, es werden Fett und Brustgewebe gemeinsam entfernt (zahlt die Kasse nicht immer) UND man polstert am Ende der OP den Warzenhof ein wenig auf. Ich gehe daher umgekehrt vor: erst beginne ich mit der Fettabsaugung, bis ich nur noch das Brustgewebe tasten kann, Dann erfolgt der Hautschnitt und das Brustgewebe wird entfernt. Da man zumeist ganz scharf unter der Haut entfernen muss, entsteht häufig eine Einbuchtung. Jetzt kann man mit der Fettabsaugung noch nachmodellieren, und zuletzt wird der Warzenhof auf das Umgebungsniveau aufgepolstert. Auf diese Weise gelingt es fast immer, keine eingefallene Brustwarze zu hinterlassen…..im Buch können Sie Fotos von korrekten Ergebnissen ansehen und auch, was Sie alles über die OP wissen sollten.

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