Dupuytren’sche Kontraktur (DK)

Die Dupuytren’sche Kontraktur (DK) ist im Gegensatz zur weit verbreiteten Ansicht keine „Sehnenverkürzung“. Es handelt sich um eine gutartige Wucherung eines bestimmten Bindegewebes, das stark kollagenhaltig ist und unter der Haut der Hohlhand liegt: die „Palmaraponeurose“. Die Veränderungen betreffen vor allem das Kollagen der Palmaraponeurose, es kommt zu einer Umwandlung des normalen Kollagentyps mit gleichzeitig vermehrter Expression eines anderen Kollagentyps, der schrumpft. Dadurch schrumpft die darüber liegende Haut mit, und die Finger ziehen sich mitunter ein.

Die DK ist ungefährlich, wahrscheinlich vererbbar und kann in schweren, unbehandelten Fällen zu sehr starken Deformationen der Hand und der Finger führen. Es gibt keine medikamentöse Therapie der DK, die beste Heilung erzielt man durch operative Entfernung der veränderten Palmaraponeurose.

Die Operation ist eigentlich sehr anspruchsvoll, weil bei der Entfernung der Palmaraponeurose wichtige Nerven und Gefäße geschont werden müssen. Sind die Finger mitbetroffen, müssen oft Z-Plastiken angelegt, bzw. in besonders schweren Fällen Hauttransplantate eingebracht werden.

Zur erfolgreichen Therapie der DK gehört auch eine intensive Nachbehandlung (physikalische Therapie), um die ruhiggestellten Fingergelenke so früh wie möglich fachgerecht zu mobilisieren und um eine unangenehme Komplikation, die „Sudecksch’sche Atrophie“ (ist eine nicht ganz geklärte, selten auftretende, heftige Reaktion der Hand auf einen Eingriff mit Schmerzen, Schwellung, Brennen etc.) sofort behandeln zu können.

Die Krankenkassen übernehmen selbstverständlich die Kosten für den Eingriff.

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Ihr Dr. Turkof