Das Stirnlifting dient der Beseitigung von Stirnfalten und zur Anhebung der Augenbrauen, es ist eine effektive Methode zur Beseitigung des „finsteren“ Gesichtsausdrucks. Gerade die Position der Augenbrauen beeinflusst den Gesichtsausdruck maßgeblich.

Ein gelungenes Stirnlifting kann ähnlich viel bewirken wie ein gelungenes Wangen-Lifting. Die Höhe der Stirn ist bei der Wahl der Stirnlifting-Methode von ausschlaggebender Bedeutung.

Drei Methoden stehen zur Auswahl:

  • coronares Stirnlifting
  • prätrichiales Stirnlifting
  • endoskopisches Stirnlifting

Wenn Sie sich für ein Stirnlifting interessieren und eine niedrige Stirn haben, wäre das coronare Stirnlifting geeignet. Bei dieser Methode verläuft der Hautschnitt bogenförmig innerhalb der behaarten Kopfhaut. Neben der Beseitigung der Stirnfalten und der Anhebung der Augenbrauen führt dieser Eingriff zu einer Erhöhung der Stirn.

Sollten Sie eine hohe Stirn haben, wäre das prätrichiale Stirnlifting geeignet. Bei dieser Methode verläuft der Hautschnitt entlang der Stirn-Haargrenze. Neben der Beseitigung der Stirnfalten und der Anhebung der Augenbrauen führt dieser Eingriff zu einer niedrigeren Stirn.

Beim endoskopischen Stirnlifting wird kein Hautüberschuss entfernt, daher entstehen fast keine Narben, allerdings ist es deutlich weniger effizient als das coronare oder das prätrichiale Stirnlifting.

Das Mittelgesichtslifting dient zur Korrektur der Region, die sich vom Unterrand der knöchernen Augenhöhle zum seitlichen Mundwinkel erstreckt. Dieser Bereich altert oft früher als die übrigen Gesichtsregionen. Durch den Volumenverlust und die Erschlaffung des Gewebes senkt sich das Mittelgesicht, und es kommt zu Bildung von Augenringen, zu einer Abflachung der Jochbeinregion und zur Betonung der Nasolabialfalten.

Das Mittelgesichtslifting hat daher drei Ziele:

  • Korrektur der Augenringe
  • Aufpolstern der abgeflachten inneren Jochbeinregion
  • Korrektur der Nasolabialfalten

Es stehen drei Methoden zur Auswahl:

  • subperiostales Midface-Lifting
  • Midface-Lifting mit der MACS-Technik
  • Midface-Lifting mit erweitertem SMAS-Lappen
  • Variante 1: Superiostal

  • Variante 2: Macs

Lassen Sie sich bitte von den Fachbegriffen nicht abschrecken. Die Wahl der Technik hängt von den anatomischen Voraussetzungen ab, also welche der drei Problemzonen (Augenringe, Jochbeinregion, Nasolabialfalten) im Vordergrund steht.

Sind die Augenringe stark ausgeprägt, muss vor allem die obere Gewebeschicht angehoben werden, was am besten mit der MACS-Technik gelingt. Gleichzeitig werden die Nasolabialfalten effektiv korrigiert.

Stört die abgeflachte Jochbeinregion, muss vor allem Volumen in diese Region eingebracht werden, dazu eignet sich die subperiostale Technik. Für die Korrektur der Nasolabialfalten ist diese Methode nicht so gut geeignet.

Die dritte Technik ist keine eigenständige Methode, sondern kann nur als Ergänzung eines Wangen-Liftings eingesetzt werden. Wenn neben einem abgesunkenen Mittelgesicht auch Hamsterbacken und Falten im Wangenbereich vorliegen, kann im Rahmen des Wangenliftings durch Erweiterung der dabei eingesetzten Technik (SMAS-Lappen) auch das Mittelgesicht mit korrigiert werden.

Das Wangen-Lifting wird von allen eingesetzten ästhetischen Operationen im Gesicht am häufigsten durchgeführt und weist die größte Bandbreite an verschiedenen Techniken auf.

Das Wangen-Lifting kann die Hamsterbacken korrigieren und eine seitlich abgeflachte Jochbeinregion aufpolstern, kaum aber die Nasolabialfalten und gar nicht die Augenringe und Tränensäcke korrigieren.

Der Klassiker unter den zur Verfügung stehenden Methoden ist das Wangelifting mit dem SMAS-Lappen. Gleichzeitig ist dies auch die effektivste Technik, um Hamsterbacken und Falten nachhaltig zu korrigieren. Es handelt sich um ein zweischichtiges Verfahren, bei welchem man das SMAS strafft, die Wangenhaut sanft ausgestreift und nach Entfernung des Überschusses spannungsfrei wieder anlegt. Dadurch wird der gefürchtete Mimikverlust vermieden.

Neben dieser Methode gibt es eine ganze Bandbreite von Techniken, die weniger Aufwand erfordern, aber auch weitaus weniger effektiv sind. Dazu gehören sog. „moderne“ Methoden, die häufig in Zeitungen und Magazinen beworben werden und für sich den vermeintlichen Vorteil rascher Abheilung und geringer Rekonvaleszenzzeiten in Anspruch nehmen. Diese Art der Eingriffe ist höchstens bei relativ jungen PatientInnen geeignet, wo eigentlich nicht viel gemacht werden muss. Ein Mini-Lifting bei einem 60ig jährigen Patienten anzubieten, der altersübliche Problemzonen aufweist, ist nicht vertretbar und verantwortungslos.

Das Wangen-Lifting kann mit geringem Aufwand um ein begrenztes Hals-Lifting erweitert werden.

Die Straffung des Halses wird in den meisten Fällen mit einem Wangenlifting kombiniert, kann aber auch allein durchgeführt werden.

Es stehen drei Methoden zur Auswahl:

  • Straffung des Halses durch alleinige Entfernung der Haut
  • Straffung des Halses mit der SMAS-Technik
  • Straffung des Halses mit der Korsett-Technik nach Feldmann

Das Hals-Lifting durch alleinige Hautentfernung hinter dem Ohr ist von geringer Effektivität und veraltet. Die Standard-Methode ist die seitwärts gerichtete Straffung des Platysmas mit der SMAS-Technik. Das Platysma ist der oberflächlich gelegene, gerade Halsmuskel, der seitlich in das SMAS übergeht und dessen Erschlaffung die Bildung eines Doppelkinns bewirkt.

Die bei Weitem effektivste Methode ist die Korsett-Operation nach Feldmann, weil sie durch die Vereinigung der Platysmahälften eine neue, bandartige anatomische Struktur schafft, mit welcher der Hals nach innen und oben verlagert werden kann. Der Hals bildet in der Profilansicht also wieder einen rechten Winkel.