Oberschenkelstraffung

Die Oberschenkelstraffung ist im Gegensatz zur Oberarmstraffung ein Eingriff, der häufig aus konstitutionellen Gründen und nicht nur vorrangig nach massiver Gewichtsabnahme durchgeführt wird. Die Oberschenkelinnenseite ist gerade bei Frauen eine häufige Problemzone, die sehr oft mit einer Fettabsaugung korrigiert werden kann. Ist die Haut zu schlaff, kann eine Verbesserung des Erscheinungsbildes nur mit einer operativen Straffung erzielt werden.

In den letzten Jahren hat die Häufigkeit der Oberschenkelstraffungen deutllich zugenommen, weil durch die Fortschritte der barriatrischen Chirurgie (Magenbypass, Magenverkleinerung,…) immer mehr Fettleibige erfolgreich abnehmen konnten.

Es stehen zwei Methoden zur Wahl:

  • sichelförmiger Schnitt in der Schrittregion
  • sichelförmiger Schnitt in der Schrittregion erweitert mit einem geraden Schnitt entlang der Innenseite des Oberschenkels in Richtung Knie

Die Methode mit dem sichelförmigen Schnitt reduziert den Umfang des Oberschenkels nur geringfügig, vermag aber die Haut an der Innenseite zu straffen.

Die Methode mit der erweiterten Schnittführung entlang der Innenseite des Oberschenkels ist sehr effektiv, sie reduziert den Umfang des Oberschenkels deutlich.

Bei der Mehrheit meiner PatientInnen ist der Hautüberschuss nicht gravierend, sodass die lange Schnittführung eher selten notwendig ist und mit dem sichelförmigen Schnitt im Schrittbereich das Auslangen gefunden werden kann. Die Narbe wird so platziert, dass sie genau im Schritt zu liegen kommt und von der Unterwäsche/Badebekleidung bedeckt bleibt.

Ein wichtiger Aspekt der Oberschenkelstraffung ist die Vermeidung der Hautspannung in der Schrittregion, die zu einer erneuten Erschlaffung der Haut und (bei Frauen) nicht selten zu einer Abwärtsverlagerung der äußeren Schamlippen führen kann. Zu diesem Zweck muss die gestraffte Haut durch Bildung eines Dermislappens an das straffe Bindegewebe des Schambeins („Cool’sches Band“) angehängt werden.

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Ihr Dr. Turkof

 
Häufige Fragen
1. Kann eine Verkleinerung des Oberschenkelumfangs auch mit einer Fettabsaugung erreicht werden?

Wenn kein Hautüberschuss besteht bzw. wenn die Haut noch straff ist, kann mit einer Fettabsaugung allein durchaus ein gutes Ergebnis erzielt werden.

2. Welche Methoden der Oberschenkelstraffung gibt es?

Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, die sich nach dem Ausmaß des zu korrigierenden Hautüberschusses richten. Bei geringem bis mäßigem Hautüberschuss kann der Eingriff auf die Schrittregion beschränkt werden, ist mehr zu tun, muss der Eingriff auf den Oberschenkel erweitert werden.

3. Wo verbleiben bei einer Oberschenkelstraffung die Narben?

Je nachdem welche Operationsmethode zum Einsatz gekommen ist, verläuft die Narbe entweder vom Schritt ausgehend entlang der Innenseite des Oberschenkels in Richtung Knie oder bleibt auf die Schrittregion beschränkt.

4. Wie auffällig sind die Narben?

Beschränkt sich der Hautschnitt auf die Schrittregion, ist die Narbe bei rasierter Intimregion nur bei gespreizten Beinen sichtbar. Bei der langen Schnittführung ist die Narbe deutlich sichtbar, heilt jedoch fast immer zart ab.

5. Findet der Eingriff in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose statt?

Beide Methoden der Oberschenkelstraffung müssen in Allgemeinanästhesie durchgeführt werden.

6. Übernimmt die Krankenkasse den Eingriff?

Nur ganz selten. In extremen Fällen führt die Reibung an der Innenseite der Oberschenkel zu Wundsein, sodass die Kosten für den Eingriff von der Krankenkasse übernommen werden.

7. Wie lange ist man im Spital?

Im Allgemeinen ist mit ein bis drei Nächten stationären Krankenhausaufenthalts zu rechnen.

8. Welche Komplikationen können auftreten?

Die häufigsten medizinischen Komplikationen sind Nachblutungen oder Infektionen. Beides ist bei sorgfältiger Durchführung des Eingriffs weitestgehend vermeidbar. Komplikationen, die das Ergebnis betreffen, umfassen asymmetrische Narben, Ausreißen der Verankerungsnähte, Verziehungen der äußeren Schamlippen, Dog-Ear-Bildung und Narbenkeloide. Bis auf Narbenkeloide sind die ästhetischen Komplikationen durch einen Korrektureingriff relativ einfach behebbar.

9. Ab wann ist man nach einer Oberschenkelstraffung wieder „einsatzfähig“?

Bei komplikationslosem Verlauf ist man nach etwa 10 Tagen in der Regel wieder normal beweglich. Für die Dauer von drei Monaten sollten körperliche Betätigungen vermieden werden, die zu einer Spannung an der Oberschenkelinnenseite führen (Stretching etc.).

10. Wie sind die Langzeitergebnisse nach einer Oberschenkelstraffung?

Wenn Gewichtsschwankungen ausbleiben, sind die Langzeitergebnisse im Allgemeinen ausgezeichnet.

Leistungsbeschreibung & Kosten
Erstordination

Die Erstordination dauert bis zu 30 Minuten und kostet EUR 180,– . Für Beratungen die länger als 30 Minuten dauern, werden EUR 250,- verrechnet. Alle weiteren Ordinationen, wenn von Ihnen gewünscht auch mehrere Beratungsgespräche, sind kostenfrei.

Beim Kauf des Buches „Oberarm- und Schenkelstraffung“ (EUR 29,90) ist das Erstgespräch inkludiert! Sie können das Buch bei Ihrem Erstbesuch in der Ordination erwerben oder online bestellen.

OP-Vorbereitung bei Durchführung des Eingriffs in Vollnarkose

Die OP-Vorbereitung umfasst eine Blutuntersuchung (sog. „großes Blutlabor“), ein Lungenröntgen sowie eine OP-Freigabe durch einen Allgemeinmediziner oder Internisten. Sofern Sie in Österreich sozialversichert sind und der Eingriff medizinisch indiziert ist, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Dasselbe gilt für die OP-Freigabe durch einen Internisten oder Allgemeinmediziner, der mit den in Österreich üblichen Sozialversicherungsträgern einen Vertrag hat. In unserem Ärztezentrum gibt es einen Internisten, der Wahlarzt ist. Bei Wahlärzten übernimmt die Versicherung etwa 50% der Kosten.

Spitalsaufenthalt – stationär (mit Übernachtungen)

EUR 1.300,- – 3.500,- je nach OP-Dauer, Anzahl der Übernachtungen, Zimmerkategorie (Suite, Einbett, Mehrbett) und Krankenhaus

Anästhesie

In der Regel findet der Eingriff in Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) statt, daher muss ein Anästhesist zur OP hinzugezogen werden. Die Kosten für den Anästhesisten variieren je nach Dauer der Operation zwischen EUR 500,- -1.000,- im Schnitt muss mit EUR 600,- -700,- gerechnet werden.

OP-Honorar

Abhängig davon, welche Methode eingesetzt wird (kurze oder lange Schnittführung), beträgt das OP-Honorar zwischen EUR 3.000,- -6.000,-

Visiten

Visiten sind im OP-Honorar mitinbegriffen.

Kontrolluntersuchungen

Alle weiteren Kontrolluntersuchungen sind im OP-Honorar mitinbegriffen.

OP-Vorbereitung

Eine Oberschenkelstraffung wird grundsätzlich in einem ISO-zertifizierten Operationssaal eines Krankenhauses durchgeführt.

Für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation sollten blutgerinnungshemmende
Medikamente (Aspirin, Marcoumar, Vitamin E etc.) abgesetzt werden, da diese die Blutgerinnung verzögern können. Auch Alkohol und Schlafmittel sollten weitestgehend vermieden werden, weil sie die Gerinnungsbereitschaft des Blutes herabsetzen und damit das Risiko einer Nachblutung erhöhen. Der Zigarettenkonsum sollte möglichst eingestellt werden – Nikotin hat eine gefäßverengende Wirkung, was zu Wundheilungsstörungen führen kann.

Die Operation findet in Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) statt. Daher benötigen Sie vor dem Eingriff folgende Untersuchungen:

  • Lungenröntgen und EKG
  • Komplettes Blutbild inkl. Gerinnung, Blutgruppe, HIV-Test und Hepatitis A, B, C
  • Operationsfreigabe durch den Allgemeinmediziner oder Internisten

Bitte beachten Sie, dass die Untersuchungen zum Zeitpunkt der OP nicht älter als 10 Tage sein dürfen. Bitte bringen Sie alle Befunde zur Operation ins Krankenhaus mit.
Bitte kommen Sie am Tag Ihrer Operation 2,5 Stunden vor dem Eingriff ins Spital und melden sich beim Portier an. Nach Erledigung der Aufnahmeformalitäten werden Sie in Ihr Zimmer gebracht, auf Wunsch erhalten Sie eine Infusion, die Ihren Durst reduziert.

Bei der Oberschenkelstraffung ist mit einem stationären Krankenhausaufenthalt zwischen ein bis drei Nächten zu rechnen.

OP-Checkliste
  • OP-Termin planen
  • OP-Termin festlegen (Urlaub oder Zeitausgleich nehmen, ggf. Kinderbetreuung einplanen etc.)
  • Frühestens 2 Wochen vor der Operation die präoperativen Untersuchungen (Blutlabor, ggf. Röntgen, EKG, OP-Freigabe) durchführen lassen.
  • Präoperatives Gespräch am Tag vor der OP. Es werden die Befunde begutachtet, letzte Details besprochen und die Einverständniserklärung unterzeichnet. Eine Einweisung zur Aufnahme ins Spital wird Ihnen von der Assistentin mitgegeben, diese ist auszufüllen und ins Spital mitzubringen. Festlegen des 1. Kontrollbesuches in der Ordination.
  • Eintreffen im Spital 2,5 h vor der Operation – Aufnahmeformalitäten. Auf Wunsch begleitet Sie eine MitarbeiterIn und verkürzt Ihnen die Zeit vor der OP.
  • Entlassung aus dem Spital zwei bis vier Tage nach dem Eingriff. Bitte fahren Sie nicht selbst, nehmen Sie sich ein Taxi oder lassen Sie sich abholen.
  • Zu Hause ist Schonung einzuplanen, vermeiden Sie körperlich anstrengende Tätigkeiten.
  • 1. Kontrollbesuch (ca. 5-7 Tage nach der OP)
  • 2. Kontrollbesuch (ca. 10 Tage nach der OP): Entfernen der Nähte
  • 3. Kontrollbesuch (ca. 20 Tage nach der OP)
  • 4. Kontrollbesuch (ca. 30 Tage nach der OP)
  • weitere Kontrollen nach einem, zwei und sechs Monaten
  • Abschlusskontrolle nach einem Jahr