Nasenkorrektur

Nase-kinn-operation-wienDie ästhetische Nasenkorrektur ist die mit Abstand schwierigste Operation im Bereich der ästhetisch-plastischen Chirurgie. Bei der Operation muss auf die Charakteristika von vier verschiedenen Gewebearten Rücksicht genommen werden (Haut, Schleimhaut, Knorpel, Knochen). Zudem muss neben der ästhetischen Korrektur auch die Atmung berücksichtigt werden.

Die Aufgabe eines seriösen Plastischen Chirurgen ist es nicht, die Nase des Rat suchenden Patienten nach vorgegebenen Normen umzuformen, sondern vielmehr zu versuchen, unvorteilhafte Gegebenheiten zu harmonisieren.

Den wichtigsten nasenchirurgischen Fortschritt der letzten Jahre stellt meiner Ansicht nach das Prinzip dar, Formveränderungen des Nasenknorpels nicht durch dessen Zerschneidung oder Teilentfernung zu erreichen, sondern durch den Einsatz formgebender Nähte und durch Einbringen stabilisierender Knorpeltransplantate, sog. „struts“.

Es gibt drei operative Zugänge: geschlossen, halboffen, offen.

Jede Methode hat ihre Indikation sowie bestimmte Vor- und Nachtteile. Für optimale Ergebnisse sollten Nasenoperateure alle drei Methoden beherrschen.

 Die häufigsten Korrekturmaßnahmen betreffen den Höcker, die Nasenspitze und die Länge der Nase.

Bei der Höckerabtragung wird die Nasenpyramide eröffnet, und es entsteht fast immer ein „open roof“. Dabei wird ein wichtiger Aufhängemechanismus der Nasenpyramide entfernt, weshalb es nach Jahren oft zu einem unschönen, deutlich sichtbaren Kollaps des mittleren Nasendrittels kommt („inverted V-deformity“, „collaps of the middle vault“). Zugeschnittene Knorpeltransplantate („spreader grafts“) können dieses Problem verhindern.

Die Formung der Nasenspitze ist ein besonders anspruchsvoller Teil der Nasenkorrektur und bedarf großer Erfahrung. Die Spitze sollte den höchsten Punkt des Nasenrückens ausmachen und zwei symmetrische, das Licht brechende Scheitelpunkte aufweisen. Zur Modellierung können formende Nähte gesetzt oder Knorpelstücke eingebracht werden. Das Ausmaß der Korrektur ist unbedingt mit der Hautdicke abzustimmen.

Die Länge der Nase bestimmt gemeinsam mit dem Neigungswinkel des Nasenrückens den für das ästhetische Empfinden besonders wichtigen Nasolabialwinkel. Bei einem zu stumpfen Nasolabialwinkel ist der Nasenrücken zu kurz (Stupsnase), bei einem spitzen Nasolabialwinkel ist der Nasenrücken zu lang (Hängenase). Die Verkürzung des Nasenrückens ist relativ einfach, eine Verlängerung des Nasenrückens eher schwierig.

Im Harmoniebild des Gesichts spielt neben der Nase auch das Kinn eine entscheidende Rolle. Im Idealfall bilden der vorderste Punkt der Stirn und das Kinn eine Ebene. Die Korrektur eines fliehenden/hervorstehenden Kinns kann das Ergebnis einer Nasenkorrektur entscheidend verbessern. Zumeist ist das Längendefizit oder der Überschuss so gering, dass kieferchirurgische Maßnahmen nicht notwendig sind und die Korrektur des Kinns durch geringen operativen Aufwand möglich ist. Es ist erstaunlich, dass den meisten PatientInnen die Bedeutung des Kinns für die Gesichtsharmonie völlig unbekannt ist.

Ausführliche Beratung und exakte Planung ist bei keinem anderen Eingriff der ästhetisch-plastischen Chirurgie so entscheidend.

Aus diesem Grund wird bei uns ein digitales Foto der Nase angefertigt und mit einem Morphing Programm die gewünschten bzw. möglichen Änderungen mit dem Patienten besprochen. Auf diese Weise kann Machbares mit Gewünschtem in Einklang gebracht werden, unrealistische Erwartungen und böse Überraschungen werden so weitgehend vermieden.

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Ihr Dr. Turkof

 
Häufige Fragen
1. Ab welchem Alter kann eine Nasenkorrektur durchgeführt werden?

Das Wachstum des Gesichtsschädels ist zumeist mit dem 18. Lebensjahr abgeschlossen, davor sollte eine Nasenkorrektur tunlichst vermieden werden.

2. Was kann an einer Nase korrigiert werden?

An einer Nase kann sehr viel korrigiert werden. Die häufigsten Korrekturen betreffen den Höcker, die Nasenspitze und die Länge der Nase. Andere Korrekturen betreffen den Sattel, die Projektion, den Verlauf des Nasenrückens, die Nasenwurzel, die Größe der Nasenlöcher, den Nasolabialwinkel, die Länge der Nasenbasis u.v.m.

3. Wie wird die Operation idealerweise geplant?

Die Planung einer Nasenoperation besteht aus zwei Etappen. Zunächst wird der Wunsch des/der Patienten/in erfasst und danach die beabsichtigten Veränderungen in einem Computerprogramm simuliert. Auf diese Art und Weise kann der Operateur beurteilen, ob die Vorstellungen des Patienten medizinisch vertretbar bzw. ästhetisch sinnvoll sind. Nicht selten wird dem Patienten nach der Simulation klar, dass die von ihm gewünschte Nase gar nicht zu seinem Gesicht passen würde und er entscheidet sich für eine andere, gemeinsam mit dem Operateur erarbeitete Veränderung.

4. Gibt es medizinische Gründe für eine Nasenkorrektur?

Angeborene oder durch einen Unfall entstandene Deformitäten der Nase stellen eine medizinische Indikation zur Korrektur dar. Gleiches gilt für alle angeborenen und erworbenen Veränderungen an der Nase, die zu einer Beeinträchtigung der Nasenatmung führen.

5. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff?

Liegt eine medizinische Indikation vor, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff.

6. Welche Operationsmethoden gibt es?

Es gibt drei operative Zugänge: geschlossen, halboffen, offen. Jede Methode hat ihre Indikation sowie bestimmte Vor- und Nachtteile. Daher sollte jeder Nasenoperateur alle drei Methoden beherrschen.

7. Wo verlaufen bei einer Nasenkorrektur die Narben?

Bei der geschlossenen und bei der halboffenen Methode liegen die Narben innerhalb der Schleimhäute im Inneren der Nase. Bei der offenen Methode verbleibt eine kaum sichtbare, 2-3mm lange Narbe auf halber Höhe des Nasenstegs.

8. Findet der Eingriff immer in Vollnarkose statt?

Wenn sich der Eingriff auf die Korrektur der Weichteile beschränkt, kann auch in Lokalanästhesie operiert werden. Wird bei dem Eingriff auch der Knochen miteinbezogen, muss in Vollnarkose operiert werden.

9. Welche Komplikationen können auftreten?

Medizinische Komplikationen umfassen vorwiegend Nachblutungen und Atembeschwerden. Viel häufiger sind jedoch das Ergebnis betreffende Komplikationen, die sehr zahlreich sein können: zu stark/zu wenig abgetragener Höcker, schiefe Nasenwände, unharmonischer Nasenrücken, zu klobige Nasenspitze u.v.m. Reparative Eingriffe nach misslungenen Nasenkorrekturen sind häufig möglich, bedürfen jedoch großer Erfahrung auf dem Gebiet der ästhetischen Nasenchirurgie.

10. Wie lange muss man im Spital bleiben?

Je nach Umfang des Eingriffs ist mit ein bis zwei Nächten Spitalsaufenthalt zu rechnen.

11. Ab wann ist man nach einer Nasenkorrektur wieder gesellschaftsfähig?

Je nach Umfang des Eingriffs sind die Spuren der Operation (Schwellungen, blaue Flecken etc.) etwa 2 Wochen nach der Operation abgeklungen.

12. Welchen Einfluss hat die Länge des Kinns auf das Erscheinungsbild der Nase?

Die Länge des Kinns spielt eine entscheidende Rolle im Harmoniebild des Gesichts. Im Idealfall bilden der vorderste Punkt der Stirn und das Kinn eine Ebene. Abweichungen können oft ohne umfangreiche kieferchirurgische Maßnahmen korrigiert werden.

Leistungsbeschreibung & Kosten
Erstordination

Die Erstordination dauert bis zu 30 Minuten und kostet EUR 180,– . Für Beratungen die länger als 30 Minuten dauern, werden EUR 250,- verrechnet. Alle weiteren Ordinationen, wenn von Ihnen gewünscht auch mehrere Beratungsgespräche, sind kostenfrei.

Beim Kauf des Buches „Nasen- und Kinnkorrektur“ (EUR 34,90) ist das Erstgespräch inkludiert! Sie können das Buch bei Ihrem Erstbesuch in der Ordination erwerben oder online bestellen.

OP-Vorbereitung (Blutuntersuchung, Lungenröntgen, OP-Freigabe durch Internisten)

Blutlabor und Röntgen verursachen Ihnen, sofern Sie in Österreich sozialversichert sind und der Eingriff medizinisch indiziert ist, keine zusätzlichen Kosten. Dasselbe gilt für die OP-Freigabe durch einen Internisten oder Allgemeinmediziner, der mit den in Österreich üblichen Sozialversicherungsträgern einen Vertrag hat. Bei Wahlärzten übernimmt die Versicherung etwa 50% der Kosten.

Spitalsaufenthalt – stationär (mit Übernachtung)

EUR 1.350,- – 3.500,- je nach OP-Dauer, Anzahl der Übernachtungen, Zimmerkategorie (Suite, Einbett, Mehrbett) und Krankenhaus

Anästhesie

Der Eingriff findet fast immer in Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) statt, daher muss ein Anästhesist zur OP hinzugezogen werden. Die Kosten für die Anästhesie variieren je nach Dauer der Operation zwischen EUR 500-1.200,- im Schnitt muss mit EUR 600-800,- gerechnet werden.

OP-Honorar

Je nach Aufwand und eingesetzter Methode beträgt das OP-Honorar zwischen EUR 2.000,- – 8.000,- im Schnitt muss mit EUR 3.500,- – 4.500,- gerechnet werden.

Visiten

Visiten sind im OP-Honorar mit inbegriffen.

Kontrolluntersuchungen

Kontrolluntersuchungen sind im OP-Honorar mit inbegriffen.

OP-Vorbereitung

Eine Nasenkorrektur sollte grundsätzlich in einem ISO-zertifizierten Operationssaal eines Krankenhauses durchgeführt werden.

Für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation sollten blutgerinnungshemmende Medikamente (Aspirin, Marcoumar, Vitamin E etc.) abgesetzt werden, da diese die Blutgerinnung verzögern können. Auch Alkohol und Schlafmittel sollten weitestgehend vermieden werden, weil sie die Gerinnungsbereitschaft des Blutes herabsetzen und damit das Risiko einer Nachblutung erhöhen. Der Zigarettenkonsum sollte möglichst eingestellt werden – Nikotin hat eine gefäßverengende Wirkung, was zu Wundheilungsstörungen führen kann.

Die Operation findet fast immer in Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) statt. Daher benötigen Sie vor dem Eingriff folgende Untersuchungen:

  • bei Bedarf fachärztliche Begutachtung der Atmung durch einen HNO-Arzt
  • Lungenröntgen und EKG
  • Komplettes Blutbild inkl. Gerinnung, Blutgruppe, HIV-Test und Hepatitis A, B, C
  • Operationsfreigabe durch den Allgemeinmediziner oder Internisten
  • Bitte beachten Sie, dass die Untersuchungen zum Zeitpunkt der OP nicht älter als 10 Tage sein dürfen. Bitte bringen Sie das Röntgenbild und alle Befunde zum OP-Termin mit.

Zur reibungslosen Abwicklung der Aufnahmeformalitäten sollten Sie sich im Krankenhaus mindestens 2 ½ Stunden VOR der Operation einfinden und zum Zeitpunkt der OP sechs Stunden nüchtern sein. Nach Erledigung der Aufnahmeformalitäten werden Sie in Ihr Zimmer gebracht, auf Wunsch erhalten Sie eine Infusion, die Ihren Durst reduziert.

Bei einer Nasenkorrektur ist mit einem stationären Krankenhausaufenthalt zwischen ein bis drei Nächten zu rechnen.

OP-Checkliste
  • OP-Termin planen
  • OP-Termin festlegen (Urlaub/Zeitausgleich oder Krankenstand nehmen, ggf. Kinderbetreuung einplanen etc.)
  • Frühestens 2 Wochen vor der Operation die präoperativen Untersuchungen (ev. HNO-Befund, Blutlabor, Ultraschall, Röntgen, EKG, OP-Freigabe) durchführen lassen
  • Präoperatives Gespräch am Tag vor der OP. Es werden die Befunde begutachtet, letzte Details besprochen und die Einverständniserklärung unterzeichnet. Eine Einweisung zur Aufnahme im Spital wird Ihnen von der Assistentin mitgegeben, diese ist auszufüllen und ins Spital mitzubringen. Festlegen des 1. Kontrollbesuches in der Ordination.
  • Eintreffen im Spital 2,5 h vor der Operation – Aufnahmeformalitäten. Auf Wunsch begleitet Sie eine MitarbeiterIn und verkürzt Ihnen der Zeit vor der OP.
  • Entlassung aus dem Spital in der Regel ein bis drei Tage nach dem Eingriff. Bitte fahren Sie nicht selbst, nehmen Sie sich ein Taxi oder lassen Sie sich abholen.
  • Zu Hause ist Schonung einzuplanen, vermeiden Sie körperlich anstrengende Tätigkeiten.
  • 1. Kontrollbesuch (ca. 5-7 Tage nach der OP): ev. Gipswechsel, Entfernen der Nähte
  • 2. Kontrollbesuch (ca. 10 Tage nach der OP): Entfernen des Gipes
  • 3. Kontrollbesuch (ca. 20 Tage nach der OP)
  • 4. Kontrollbesuch (ca. 30 Tage nach der OP)
  • weitere Kontrollen nach einem, zwei und sechs Monaten
  • Abschlusskontrolle nach einem Jahr