Nasenkorrektur

Nase-kinn-operation-wienIhre Nase ist zu groß? Sie ist schief oder hat einen Höcker? Oder sie sind schon einmal operiert worden und mit dem Ergebnis unzufrieden?
Leider ist die ästhetische Nasenkorrektur ist die mit Abstand schwierigste Operation im Bereich der ästhetisch-plastischen Chirurgie und sollte nur von erfahrenen Operateuren durchgeführt werden.

Bei der Operation muss auf die Charakteristika von vier verschiedenen Gewebearten Rücksicht genommen werden (Haut, Schleimhaut, Knorpel, Knochen). Zudem muss neben der ästhetischen Korrektur auch die Atmung berücksichtigt werden.

Die Aufgabe eines seriösen Plastischen Chirurgen ist es nicht, die Nase des Rat suchenden Patienten nach vorgegebenen Normen umzuformen, sondern vielmehr zu versuchen, unvorteilhafte Gegebenheiten zu harmonisieren.

Den wichtigsten nasenchirurgischen Fortschritt der letzten Jahre stellt meiner Ansicht nach das Prinzip dar, Formveränderungen des Nasenknorpels nicht durch dessen Zerschneidung oder Teilentfernung zu erreichen, sondern durch den Einsatz formgebender Nähte und durch Einbringen stabilisierender Knorpeltransplantate, sog. „struts“.

Es gibt drei operative Zugänge: geschlossen, halboffen, offen.

Jede Methode hat ihre Indikation sowie bestimmte Vor- und Nachtteile. Für optimale Ergebnisse sollten Nasenoperateure alle drei Methoden beherrschen.

04

 Die häufigsten Korrekturmaßnahmen betreffen den Höcker, die Nasenspitze und die Länge der Nase.

Bei der Höckerabtragung wird die Nasenpyramide eröffnet, und es entsteht fast immer ein „open roof“. Dabei wird ein wichtiger Aufhängemechanismus der Nasenpyramide entfernt, weshalb es nach Jahren oft zu einem unschönen, deutlich sichtbaren Kollaps des mittleren Nasendrittels kommt („inverted V-deformity“, „collaps of the middle vault“). Zugeschnittene Knorpeltransplantate („spreader grafts“) können dieses Problem verhindern.

Die Formung der Nasenspitze ist ein besonders anspruchsvoller Teil der Nasenkorrektur und bedarf großer Erfahrung. Die Spitze sollte den höchsten Punkt des Nasenrückens ausmachen und zwei symmetrische, das Licht brechende Scheitelpunkte aufweisen. Zur Modellierung können formende Nähte gesetzt oder Knorpelstücke eingebracht werden. Das Ausmaß der Korrektur ist unbedingt mit der Hautdicke abzustimmen.

Die Länge der Nase bestimmt gemeinsam mit dem Neigungswinkel des Nasenrückens den für das ästhetische Empfinden besonders wichtigen Nasolabialwinkel. Bei einem zu stumpfen Nasolabialwinkel ist der Nasenrücken zu kurz (Stupsnase), bei einem spitzen Nasolabialwinkel ist der Nasenrücken zu lang (Hängenase). Die Verkürzung des Nasenrückens ist relativ einfach, eine Verlängerung des Nasenrückens eher schwierig.

Im Harmoniebild des Gesichts spielt neben der Nase auch das Kinn eine entscheidende Rolle. Im Idealfall bilden der vorderste Punkt der Stirn und das Kinn eine Ebene. Die Korrektur eines fliehenden/hervorstehenden Kinns kann das Ergebnis einer Nasenkorrektur entscheidend verbessern. Zumeist ist das Längendefizit oder der Überschuss so gering, dass kieferchirurgische Maßnahmen nicht notwendig sind und die Korrektur des Kinns durch geringen operativen Aufwand möglich ist. Es ist erstaunlich, dass den meisten PatientInnen die Bedeutung des Kinns für die Gesichtsharmonie völlig unbekannt ist.

Ausführliche Beratung und exakte Planung ist bei keinem anderen Eingriff der ästhetisch-plastischen Chirurgie so entscheidend.

Aus diesem Grund wird bei uns ein digitales Foto der Nase angefertigt und mit einem Morphing Programm die gewünschten bzw. möglichen Änderungen mit dem Patienten besprochen. Auf diese Weise kann Machbares mit Gewünschtem in Einklang gebracht werden, unrealistische Erwartungen und böse Überraschungen werden so weitgehend vermieden.

Vorher Nachher Fotos Nasenkorrektur

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Ihr Dr. Turkof

 
1. Ab welchem Alter kann eine Nasenkorrektur durchgeführt werden?

Das Wachstum des Gesichtsschädels ist zumeist mit dem 18. Lebensjahr abgeschlossen, davor sollte eine Nasenkorrektur tunlichst vermieden werden.

2. Was kann an einer Nase korrigiert werden?

An einer Nase kann sehr viel korrigiert werden. Die häufigsten Korrekturen betreffen den Höcker, die Nasenspitze und die Länge der Nase. Andere Korrekturen betreffen den Sattel, die Projektion, den Verlauf des Nasenrückens, die Nasenwurzel, die Größe der Nasenlöcher, den Nasolabialwinkel, die Länge der Nasenbasis u.v.m.

3. Wie wird die Operation idealerweise geplant?

Die Planung einer Nasenoperation besteht aus zwei Etappen. Zunächst wird der Wunsch des/der Patienten/in erfasst und danach die beabsichtigten Veränderungen in einem Computerprogramm simuliert. Auf diese Art und Weise kann der Operateur beurteilen, ob die Vorstellungen des Patienten medizinisch vertretbar bzw. ästhetisch sinnvoll sind. Nicht selten wird dem Patienten nach der Simulation klar, dass die von ihm gewünschte Nase gar nicht zu seinem Gesicht passen würde und er entscheidet sich für eine andere, gemeinsam mit dem Operateur erarbeitete Veränderung.

4. Gibt es medizinische Gründe für eine Nasenkorrektur?

Angeborene oder durch einen Unfall entstandene Deformitäten der Nase stellen eine medizinische Indikation zur Korrektur dar. Gleiches gilt für alle angeborenen und erworbenen Veränderungen an der Nase, die zu einer Beeinträchtigung der Nasenatmung führen.

5. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff?

Liegt eine medizinische Indikation vor, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff.

6. Welche Operationsmethoden gibt es?

Es gibt drei operative Zugänge: geschlossen, halboffen, offen. Jede Methode hat ihre Indikation sowie bestimmte Vor- und Nachtteile. Daher sollte jeder Nasenoperateur alle drei Methoden beherrschen.

7. Wo verlaufen bei einer Nasenkorrektur die Narben?

Bei der geschlossenen und bei der halboffenen Methode liegen die Narben innerhalb der Schleimhäute im Inneren der Nase. Bei der offenen Methode verbleibt eine kaum sichtbare, 2-3mm lange Narbe auf halber Höhe des Nasenstegs.

8. Findet der Eingriff immer in Vollnarkose statt?

Wenn sich der Eingriff auf die Korrektur der Weichteile beschränkt, kann auch in Lokalanästhesie operiert werden. Wird bei dem Eingriff auch der Knochen miteinbezogen, muss in Vollnarkose operiert werden.

9. Welche Komplikationen können auftreten?

Medizinische Komplikationen umfassen vorwiegend Nachblutungen und Atembeschwerden. Viel häufiger sind jedoch das Ergebnis betreffende Komplikationen, die sehr zahlreich sein können: zu stark/zu wenig abgetragener Höcker, schiefe Nasenwände, unharmonischer Nasenrücken, zu klobige Nasenspitze u.v.m. Reparative Eingriffe nach misslungenen Nasenkorrekturen sind häufig möglich, bedürfen jedoch großer Erfahrung auf dem Gebiet der ästhetischen Nasenchirurgie.

10. Wie lange muss man im Spital bleiben?

Je nach Umfang des Eingriffs ist mit ein bis zwei Nächten Spitalsaufenthalt zu rechnen.

11. Ab wann ist man nach einer Nasenkorrektur wieder gesellschaftsfähig?

Je nach Umfang des Eingriffs sind die Spuren der Operation (Schwellungen, blaue Flecken etc.) etwa 2 Wochen nach der Operation abgeklungen.

12. Welchen Einfluss hat die Länge des Kinns auf das Erscheinungsbild der Nase?

Die Länge des Kinns spielt eine entscheidende Rolle im Harmoniebild des Gesichts. Im Idealfall bilden der vorderste Punkt der Stirn und das Kinn eine Ebene. Abweichungen können oft ohne umfangreiche kieferchirurgische Maßnahmen korrigiert werden.