Eigenfett ist aus der modernen, ästhetischen Chirurgie nicht mehr wegzudenken: Gesichter und Haut können verjüngt, Brüste neu aufgebaut und geformt werden. Körpereigenes Fett hat eine hervorragende Verträglichkeit. Eingeheiltes Fett wird nicht mehr abgebaut und das erreichte Ergebnis ist somit dauerhaft. In einer einzigen Operation können die Implantate entfernt und das gleiche Volumen durch eine mehrschichtig durchgeführte Eigenfetttransplantation wiederhergestellt werden

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für die Eigenfetttransplantation

Eigenfett kann grundsätzlich in alle Körperregionen eingebracht werden, um eine ästhetische Formkorrektur zu erzielen. Abgesehen von Gesicht und Brust wird Eigenfett auch in folgende Körperregionen eingebracht: Hände, Gesäß, äußere Schamlippen und Penis.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: die ästhetische Korrektur des Gesichtes, die ästhetische Brustvergrößerung Eigenfett, die Formkorrektur anderer Körperregionen, die Verbesserung der Hautqualität im Allgemeinen, die Verbesserung des Erscheinungsbildes von Narben, die Verbesserung des Hautbildes nach Bestrahlung, die Verbesserung des Hautbildes nach Verbrennungen, die Korrektur von Gewebedefekten, die Form Verbesserung im Rahmen rekonstruktiver Brustkorrekturen.

PRP Anreicherung – die beste Methode

Experten der MedUni Wien/AKH Wien rund um Edvin Turkof in Kooperation mit der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin der MedUni Wien/AKH Wien haben eine neue Methode gefunden. Das plättchenreiche Plasma wird mit Hilfe einer Plasmapherese-Maschine hergestellt, mit der die Blutplättchen separiert und als Konzentrat gesammelt werden. Alle anderen Blutbestandteile, rote und weiße Blutkörperchen, Plasma, werden danach ohne Verlust wieder in den Körper der Patientin zurückgeleitet. Bis zu 300 Milliliter Plättchen-Konzentrat können schmerzfrei in einem Durchgang entnommen und danach zur Anreicherung des körpereigenen Fetts verwendet werden.

Weiterer Vorteil: Das entnommene Konzentrat kann seit kurzem auch aufbewahrt und jederzeit wiederverwendet werden. Denn für einen Brustaufbau mit Eigenfett sind im Schnitt drei bis vier minimal-invasive, rund 45-minütige Eingriffe nötig – auch das ist eine Verbesserung durch die neue Methode, die weniger Operationen als früher notwendig macht.

Dellen nach Fettabsaugung für Lipofilling behandeln

Leider kommt es selten vor, dass nach der Fettabsaugung für die Eigenfetttransplantation, unschöne Dellen und Löcher, im Spender-Bereich entstehen. Eine Möglichkeit zur Korrektur, ist die Lipomassage, Endermologie, die andere wäre chirurgisch. Das gesamte Areal könnte im OP-Saal mit einer vibrationsassistierten Liposuction-Maschine ohne Sog bearbeitet werden, dies löst die Verwachsungen. Danach können die verbliebenen Dellen mit Eigenfett korrigiert und anschließend mit Endermologie nachbehandelt werden.

Was ist die sogenannte Wasserstrahl Methode?

Dr. Turkof verwendet die Wasserstrahlmethode weder bei der Fettabsaugung noch bei der Eigenfetttransplantation. Es gibt ganz klare Richtlinien, wann was gemacht werden soll. Bei der Fettabsaugung soll das Gewebe geschont werden, damit es weniger Blutungen, weniger Narben, weniger gefühllose Areale gibt. Auf das entnommene, abgesaugte Fett, wird natürlich kein Augenmerk gelegt.

Für die ästhetische Fettabsaugung ist die Wasserstrahlmethose sicher geeignet, bietet aber aus meiner Sicht gegenüber der von Dr. Turkof verwendeten Methode, der dreidimensional rotierende bewegenden Kanüle, keine Vorteile. Wasserstrahl ist schmerzhafter, weniger effektiv, dauert länger und das Gerät deutlich teurer. Es liefert aber in geübter Hand gute Ergebnisse.

Für die Eigenfetttransplantation ist diese Methode sicher nicht die geeignetste. Bei der Eigenfetttransplantation soll das Fettgewebe maximal geschont werden, also möglichst sanft entnommen, um möglichst viele Fettzellen zu erhalten. Zerstörte Fettzellen zu transplantieren ist wohl kaum sinnvoll. Wenn man sanft und mit wenig Druck absaugt, also mit einer Spritze, wo der Unterdruck genau dosiert werden kann, weil er mit der Hand gesteuert wird kann das Fettgewebe geschont werden, beim Wasserstrahl eher nicht.
Auf allen Kongressen wird gezeigt, dass man mit der Hand die besten Ergebnisse erzielt.

Was wenn man zu wenig Eigenfett hat?

Es kommt natürlich auch auf den BMI an, aber vor allem auf die Fettverteilung am Körper.

Bei sehr wenig Körperfett sollte keinesfalls eine Stammzellenanreicherung anstrebt werden, sondern eher mehrere kleine Schritte, dann bleibt mehr übrig und die Einheilrate ist besser.