Fehlbildungen

Die Handchirurgie behandelt auch angeborene Fehlbildungen der Hand. Die häufigsten Fehlbildungen sind die „Syndaktylien“, also wenn zwei oder mehr Finger miteinander verwachsen sind. Beschränkt sich die Syndaktylie auf die Haut, ist die operative Trennung relativ einfach, obwohl auch hier mitunter nur ein Nerv oder eine gemeinsame Arterie für die einander zugekehrten Fingerhälften vorkommen kann und der Chirurg dann eine echte „Triage“ machen muss. Fast immer sind Hauttransplantate notwendig. Komplizierter wird die Sache, wenn auch die Knochen zusammengewachsen sind, bzw. wenn zudem noch unterschiedliche Längen, bzw. Formen auftreten. Hier müssen u.U. mehrere Eingriffe langfristig geplant werden.

Auf jeden Fall ist eine exakte präoperative Diagnose, die genaue Planung und Durchführung durch den erfahrenen Handchirurgen notwendig.

Die extreme Vielfalt der übrigen, glücklicherweise seltener vorkommenden Fehlbildungen machen eine sinnvolle Zusammenfassung in diesem Rahmen unmöglich. Für Ratsuchende gibt es handchirurgische Zentren, die auf die Korrektur von Fehlbildungen an der Hand spezialisiert sind.

Die Krankenkassen übernehmen selbstverständlich die Kosten für den Eingriff.