Kein Facelifting ohne Mittelgesicht!

Seit einigen Jahren gehört das Anheben des Mittelgesichts zum fixen Bestandteil der Gesichtsverjüngung. Während man früher lediglich im Hals- und Wangenbereich straffte, um die Hamsterbacken und das Doppelkinn zu korrigieren, erweitert man in jüngster Zeit den Eingriff auf das Mittelgesicht.

Warum aber spielt das Mittelgesicht eine so eine zentrale Rolle? Das Mittelgesicht ist relativ früh dem Alterungsprozess unterworfen – die Folge sind Augenringe und Nasolabialfalten. Zwei Problemzonen, denen das Wangenlifting leider nicht gewachsen ist. Um Nasolabialfalten und Augenringe effektiv zu verbessern, muss die Mittelgesichtsregion nahezu senkrecht nach oben gebracht werden – der essentielle Korrekturvektor des Mittelgesichtsliftings! Das Wangenlifting eignet sich dafür nicht, weil hier der Korrekturvektor nach schräg oben und außen verläuft. Wangen und Hals altern in der Regel erst auch viel später. Erfahren Sie mehr über das Facelift.

Die Ergebnisse eines gelungenen Mittelgesichtsliftings sind höchst eindrucksvoll, weil die Korrektur der Nasolabialfalten und/oder Tränensäcke ein Gesicht deutlich jugendlicher erscheinen lässt. Neben der Anhebung der abgesunkenen Gesichtregionen können im Zuge eines Mittelgesichtsliftings sehr einfach die Unterlider mitkorrigiert werden. Der operative Zugang ist derselbe.

Bauchdeckenstraffung: Wann zahlt die Kassa?

Die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung werden verhältnismäßig häufig von der Krankenkasse übernommen!

Die wichtigsten medizinischen Gründe für eine Kostenübernahme sind:
– Vorliegen einer Rektusdiastase ab 5cm
Intertrigo
– Fettschürzen nach massiver Gewichtsabnahme

Bei ungünstiger genetischer Prädisposition kann der Bauch gerade nach Schwangerschaften, selbst nach Erreichen des ursprünglichen Gewichts, häufig unattraktiv erscheinen. Die massive Ausdehnung der Bauchdecke während der Schwangerschaft bildet sich fast nie vollständig zurück, u. U. verbleibt eine Rektusdiastase.

Die Bauchdeckenstraffung ist ein besonders effizienter Eingriff, der auch mit einer Fettabsaugung kombiniert werden kann.

Eine gelungene Operation stellt  für die Betroffenen eine große Erleichterung dar!

Augenlidstraffung: Tränensäcke entfernen verboten!

“Meine Freundin hat sich ihre Tränensäcke entfernen lassen!”

Dieser Satz ist bestimmt auch Ihnen schon untergekommen. Die Entferung der Tränensäcke ist jedoch schon lange nicht mehr aktuell. Erfahren Sie mehr über die Augenlidstraffung.

Werden Tränensäcke entfernt, verliert die Augenregion höchst wertvolles Füllmaterial. Tränensäcke sind nämlich nichts anderes als nach vorne gerutschte Fettkörper, die man idealerweise dazu heranzieht, die häufig ebenfalls vorhandenen Augenringe aufzupolstern. Wie muss man sich das genau vorstellen? Bei der Operation werden die Fettkörper (Tränensäcke) so aufgeteilt, dass sie in das Tal der Augenringe gelegt werden können. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: die Unterlidregion ist nun jugendlich voll und ebenmäßig. Werden Tränensäcke entfernt, wirkt das Auge leer und hohl und verliert deutlich an Attraktivität.

Auch bei den Oberlidern wird häufig falsch operiert: zumeist betrifft das die sog. „Pseudoschlupflider“. Seitlich abgesunkene Augenbrauen täuschen Hautüberschuss an den Oberlidern vor, weil die ebenfalls seitlich abgesunkene Stirnhaut auf die Oberlider drückt, man spricht von Pseudoschlupflidern. Werden bei der OP die Augenbrauen nicht angehoben, sinken sie durch die Entfernung der Haut an den Oberlidern noch weiter ab und lassen das Auge müde und traurig erscheinen. Daher muss vor der Operation geprüft werden, ob „Schlupflider“ oder „Pseudoschlupflider“ vorliegen.

Syndrom der Loge de Guyon

Das Syndrom der Loge de Guyon ist ein Engpass-Syndrom des Nervus ulnaris im Bereich des Handgelenkes. Bei gesicherter Diagnose ist die Therapie relativ einfach, ein ihn bedeckendes kleines Band (Ligamentum piso-hamatum) wird durchtrennt und der Nerv gegebenenfalls von begleitenden Narben gelöst.

Ein Problem kann die Differentialdiagnose (Unterscheidung) zum Sulcus nervi ulnaris Syndrom darstellen bzw. der Ausschluss oder die Bestätigung des gleichzeitigen Vorhandensein beider Kompressionssyndrome: gar nicht so selten ist weder die Klinik (also die eigentlichen Beschwerden) noch die Elektrophysiologie eindeutig, sodass der Arzt aufgrund seiner Erfahrung entscheiden muss, ob er erst am Handgelenk oder am Ellbogen “nachschaut”. Einige bedeutende Plastische Chirurgen empfehlen sogar, den Nervus ulnaris im Bereich der Loge de Guyon beim gesicherten Sulcus nervi ulnaris Syndrom auf alle Fälle zu eröffnen, um den wiederaussprossenden Axonen diese grenzwertig enge Passage zu öffnen.

Bei fraglicher Lokalisation der Nervenläsionsstelle ist die intraoperative Elektroneurodiagnostik hilfreich, weil die Lokalisation des Schadens eindeutig möglich ist und dadurch ein unnötiger Operationsschritt vermieden und der notwendige Eingriff durchgeführt werden kann.

Die Krankenkassen übernehmen selbstverständlich die Kosten für den Eingriff.

Suppinator-Syndrom

Das Suppinator-Syndrom ist ein Engpass-Syndrom des Nervus radialis an seiner Durchtrittsstelle durch den Musculus suppinator (Anfang des Oberarms, Frohse`sche Arkade). Üblicherweise ist sowohl Symptomatik als auch Elektrophysiologie eindeutig, die Therapie besteht im Wesentlichen in der Erweiterung der Durchtrittsstelle im Muskel. Auch beim Suppinator-Syndrom sollte eine Überprüfung der Schadensstelle und der Schadenslänge mittels intraoperativer Elektroneurodiagnostik durchgeführt werden. In einer 2002 beendeten prospektiven Studie am Wiener AKH zeigte sich gerade dieses Nervenkompressionssyndrom als besonders variantenreich.

Die Krankenkassen übernehmen selbstverständlich die Kosten für den Eingriff.